„Mit der Reichsbahn in den Tod”
Vortrag von Heiner Lichtenstein
Stadtarchiv, Wittener Str. 47
Mindestens drei Millionen Menschen hat die Deutsche Reichbahn während des Zweiten Weltkrieges in die Vernichtungslager gefahren und sich jede »Reise« bezahlen lassen. Als im April 1945 die Rote Armee sich der Reichshauptstadt näherte, loderten im Hof des Reichsverkehrsministeriums in Berlin drei Wochen lang gewaltige Scheiterhaufen. Es waren die Fahrpläne, Rechnungen und Transportunterlagen für die Todestransporte. Jahrzehntelang weigerte sich die Bundesbahn, überhaupt etwas zu dem Thema zu sagen. Über die Mitschuld der Reichsbahn an Millionen Toten berichtet der ehemalige WDR-Redakteur Heiner Lichtenstein, Autor des Buches »Mit der Reichsbahn in den Tod. Massentransporte in den Holocaust 1941 bis 1945«.
