14.-16. Februar 2008 — Bochum — Hauptbahnhof — Gleis 1
Samstag, 16. Februar 2008 um 17:00 Uhr

Die Verfolgung der Sinti- und Romakinder in Bochum während der Nazi-Diktatur

gemeinsame Themenveranstaltung von VVN-BdA und amnesty international zu Sinti- und Romakinder

Referent: Lutz Berger, VVN-BdA Bochum
Stadtarchiv Bochum (Kinosaal), Wittener Str. 47

Der Zug der Erinnerung weist auf das Schicksal der Kinder und Jugendlichen hin, die gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern in die Vernichtungslager deportiert wurden. 31 sind es aus jüdischen Familien, 118 Kinder und Jugendliche Sinti und Roma aus Bochum und Wattenscheid mussten die Deportation ihrer Familien vom Bochumer Nordbahnhof erleben. Dort erinnert nichts an dieses Verbrechen.
Die Kinder und Jugendlichen haben Auschwitz nicht überlebt. Und auch nur wenige, die als arbeitsfähig in andere Konzentrationslager überstellt worden sind, hatten diese Lager überlebt.
Nach der Befreiung vom Faschismus stießen die wenigen Überlebenden auf Ablehnung und Desinteresse. Die kümmerliche „Wiedergutmachung“ von 150 Mark für einen vollen Monat im KZ musste meist vor Gericht erkämpft werden. Bis in die 70er Jahre mussten sie mit Fremdenpässen leben, was für eine berufliche Eingliederung nicht gerade förderlich war. Ihre Anerkennung als von den Nazis aus rassistischen Gründen verfolgte Gruppe ließ noch länger auf sich warten.