14.-16. Februar 2008 — Bochum — Hauptbahnhof — Gleis 1

»Auf dem Abstellgleis«

WAZ-Bochum vom 13.2.2008

“Wenn man über die Verfolgung der Juden spricht, darf man die von Sinti und Roma nicht vergessen”, erinnert Lutz Berger von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.»Im Rahmen des Zuges der Erinnerung laden Antifaschisten und amnesty international am Samstag zu einer Veranstaltung zum Thema Sinti- und Romakinder ein.
“Wenn man über die Verfolgung der Juden spricht, darf man die von Sinti und Roma nicht vergessen”, erinnert Lutz Berger von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Daher ist er zusammen mit amnesty international im Rahmen der Vorbereitungen des “Zuges der Erinnerung” auf die Idee gekommen, eine Veranstaltung zur Verfolgung der Sinti- und Romakinder in Bochum während der NS-Diktatur und ihr Leben heute zu initiieren.
Am 10. März 1943 wurden rund 118 Kinder und Jugendliche der Sinti und Roma aus Bochum und Wattenscheid mit ihren Familien vom Nordbahnhof ins Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert. “Die Kinder hatten kaum eine Chance im Lager, keiner der unter 18-Jährigen überlebte”, berichtet Berger.« Artikel lesen.